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ALARMSTUFE ROT – ES IST 5 NACH 12!

Am 28.10. findet, im Schulterschluss mit den großen Verbänden der Touristik, Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltungswirtschaft gemeinsam, eine Großdemonstration für bessere Unterstützung in der Coronakrise statt. Die Branchen sind eng verflochten und teilen dasselbe Schicksal – die Touristik ist außerordentlich stark von der Pandemie getroffen.

Das Motto der Großdemonstration lautet #wirgemeinsam. Initiator ist das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot, das gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), dem DEHOGA Bundesverband, dem Deutschen Reiseverband (DRV), dem RDA Internationaler Bustouristik Verband, sowie der gbk Gütegemeinschaft Buskomfort, dem asr Bundesverband und dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR) zur Demonstration aufruft.

Die Demonstration sieht Maskenpflicht vor sowie die strenge Einhaltung der Mindestabstände. Sie startet am 28.10. um die Mittagszeit am Alexanderplatz in Berlin. Alle Infos zu Laufrouten und Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter: www.alarmstuferot.org

Falls ihr nicht nach Berlin reisen können oder möchten, freuen wir uns sehr, wenn in den sozialen Medien unter den Hashtags #alarmstuferot und #wirgemeinsam eine Beteiligung stattfindet. So werden wir auch digital sichtbar.

Vielen Dank. Wir freuen uns sehr über viel Unterstützung.

IHR TRAVELBASYS TEAM

QUO VADIS REISEVERTRIEB

Durch die aktuelle wirtschaftliche Krise in der Touristik wird der Wunsch nach Absicherung und Planungssicherheit im Vertrieb größer – sicher nachvollziehbar. Im Auftrag der QTA hat Dr. Fried & Partner eine Onlinebefragung zum Thema Neuausrichtung des Reisevertriebs mit knapp 6.000 QTA Reisebüros durchgeführt.

Im Kern kommt die Studie zu zwei Ergebnissen:

  • Fast alle Befragten (97 Prozent) sind der Ansicht, dass die durch den Reiseveranstalter verursachten Mehraufwände nur unbefriedigend, bzw. mangelhaft vergütet werden.
  • Fast alle Befragten (96 Prozent) sehen sehr hohen bzw. hohen Bedarf, die derzeitige Provisionslogik und die Incentivierungsmodelle zu verändern.

Provisionsmodelle 2021

Um eine für alle zufriedenstellende Zukunft im Reisevertrieb (Reisebüros, OTA, Reiseveranstalter) zu sichern, zeigt die Studie, dass intensiv über neue Verdienstmodelle nachgedacht werden muss. Dabei haben bisher lediglich einige mittelgroße Reiseveranstalter, so wie Schauinsland, ihre Provisionsmodelle vorgelegt und bieten dem Vertrieb in unsicheren Zeiten teilweise Planungssicherheit. Insgesamt sind allerdings neu gedachte Verdienstmodelle gefragt, um das Zusammenspiel von Reiseveranstalter und Reisevertrieb auch weiterhin zu sichern – Dr. Fried & Partner entwickelt bereits zukunftsfähige Modelle, welche u. a. Aspekte wie einen insgesamt schrumpfenden Markt für Pauschalreisen, das Ausscheiden von Marktteilnehmern, die Verortung von Customer Value Ansätze sowie händlerorientierte Margenansätze beinhalten.

Service- und Beratungsentgelte

In Ergänzung zur derzeitigen Veranstalterprovision werden von einer Reihe von Reisebüros bereits heute Service- bzw. Beratungsentgelte bei den Kunden erhoben.

So hat die Befragung von Dr. Fried & Partner ergeben, dass 74 Prozent der Reisebüros grundsätzlich die Möglichkeit zur Erhebung von Serviceentgelten sehen. Diese können für zusätzliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der eigentlichen Urlaubsbuchung (z.B. Visabesorgung, Sitzplatzreservierung etc.) veranschlagt werden. Davon schätzt knapp die Hälfte der Befragten, dass sie Serviceentgelte in zumindest jedem vierten Buchungsabschluss erheben können. Knapp ein Drittel hält es für realistisch, dass Serviceentgelte in jeder zweiten oder dritten Buchung ein Verdienstelement darstellen können.

Die Chance zur Erhebung eines Beratungsentgeltes sieht gut die Hälfte der Befragten. Mehr als ein Drittel der Reisebüros sieht sich dabei in der Lage, bei mindestens jeder vierten Buchung ein Entgelt erheben zu können. 14 Prozent glauben, dass ein Beratungsentgelt auch häufiger berechnet werden kann. Beratungsentgelte können für die Beratung und Ausarbeitung eines Angebots erhoben und im Fall einer erfolgreichen Buchung angerechnet werden. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Akzeptanz eines zusätzlichen Beratungsentgelts maßgeblich von der Qualität der Beratung und der Komplexität der Reise abhängt.

Insgesamt ist bei der Erhebung von Service- und Beratungsentgelten vor allem Selbstbewusstsein der Reisebüros entscheidend. Die Leistung sowie eine gute Kommunikation gegenüber dem Kunden muss sichergestellt sein. Es berichten immer mehr Reisebüros bereits von positiven Erfahrungen und Verständnis des Kunden.

Um Entscheidungssicherheit bei der Ermittlung von Service- und Beratungsentgelthöhen zu erlangen sowie die zuvor genannten (Mehr-) Aufwände des Reisevertriebs vor dem Hintergrund des existierenden Handelsvertreterstatus zu quantifizieren, benötigt die gesamte Branche Klarheit über ihre Prozesse, Strukturen und Aufwände. Zu empfehlen ist diesbezüglich eine Prozesskostenanalyse, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrfach von Dr. Fried & Partner durchgeführt worden ist.

travelbasys wünscht sich, dass die Diskussionen weiterhin sachlich und zielführend geführt werden und steht bereit um neue Modelle zu unterstützen, welche sich aus den Diskussionen und der Corona Pandemie ergeben.

Die Buchungszahlen steigen, aber langsam

In den letzten Wochen haben wir immer wieder auf die Buchungszahlen aus den unterschiedlichen Quellen wie Amadeus, TDA, FUR oder Dr. Fried und Partner geschaut. Ja, und alle diese Quellen sagen das Gleiche – die Buchungszahlen steigen, aber langsam. Mittlerweile ist der größte Anteil der Buchungen auch wieder die Pauschalreise. Am Anfang der Krise die waren die meisten Buchungen im Bereich der Kreuzfahrten, danach die Unterkunft und nun ist es, wie auch vor der Krise, die Pauschalreise. Wir sind noch lange nicht bei den Buchungszahlen der normalen Saison und auch noch nicht bei einem Buchungsanteil von über 50% der Pauschalreise, aber die Quote steigt stetig.

Dies ist sicher auch den Lockerungen im Europäischen Raum geschuldet. Seit dem 15.06. wurde die allgemeine Reisewarnung aufgehoben und Menschen haben mehr Reiselust. Die absolute Zahl der Reisebuchungen hat sich auch in Juni gegenüber Mai fast verdoppelt.

Hauptreiseziele bleiben aktuell Deutschland, Österreich und die Niederlande bei den erdgebunden. Griechenland liegt auf Platz 1 bei den Flugreisezielen, gleich gefolgt von Spanien. Diese Zahlen haben wir aus den oben genannten Quellen zusammengestellt. Wir freuen uns zu sehen, dass langsam wieder mehr Leben in die Touristik kommt.

Ihr travelbasys-Team

Protestkundgebung in Berlin am Mittwoch

Der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) ist einer der Unterstützer der Protestkundgebung unter Führung des asr am Mittwoch den 27.05.2020 in Berlin. Dort treten auch namhafte Politiker auf und betroffene Unternehmen der Tourismusindustrie machen einmal mehr auf ihre akute wirtschaftliche Situation aufmerksam. Die Reiseeinschränkungen und -warnungen infolge der Corona-Epidemie setzen die Branche ohne fehlende Hilfsmaßnahmen stark unter Druck.

Die für alle touristischen Unternehmen offene Kundgebung beginnt um 11.30 Uhr auf dem Platz vor dem Reichstag und die Teilnehmerzahl wurde seitens der Behörden auf 100 Teilnehmer begrenzt. Zu den Rednern gehören neben Unternehmens- und Verbändevertretern auch die Politiker, Thomas Bareiß, Gregor Gysi, Marcel Klinge, Roman Müller-Böhm, Markus Tressel und Gabriele Hiller-Ohm haben sich angemeldet. Gegen 12 Uhr werden 3.000 Luftballons in den Himmel über Berlin steigen – je einer für 1.000 Beschäftigte der Branche und jeder dritte Ballon trägt die schwarze Farbe und steht symbolisch für die prekäre Lage der Tourismusindustrie. Zehn Wochen nach Beginn des Lockdowns und der weltweiten Reisewarnungen ist bereits jeder dritte Arbeitsplatz durch Insolvenzen, Entlassungen und Kurzarbeit stark gefährdet.

Auf der Kundgebung wird erneut für eine umgehende Fondslösung für die Rückzahlungsverpflichtungen der Tourismusindustrie plädiert. Diese solle für alle Branchenbeteiligten gleichermaßen gelten und hier dürfen keine Unterscheidungen gemacht werden.

Auch müssen die gerade angekündigten Beihilfen für Unternehmen bis 249 Mitarbeiter „schnellstmöglich“ auf den Weg gebracht werden. Erfolgen nicht zügig direkte Finanzhilfen zum wirtschaftlichen Überleben der Unternehmen in der Touristik, droht in Kürze ein Kollaps in der Branche. Dies sind die Befürchtungen von Michael Buller, dem Vorstand des VIR, in dem auch travelbasys Mitglied ist und seit Ausbruch der Krise sehr gute Lobbyarbeit leistet.

Anmerkung an die Pressevertreter: Wir laden Sie herzlich ein, die Aktion medial zu begleiten, und stehen Ihnen gerne für Gespräche und Presseberichte zur Verfügung.

MUND-NASE-SCHUTZ – tolle Aktion für Kollegen!

Im travelbasys Büro in Mülheim gab es in der letzten Woche eine tolle Aktion. Von Kolleginnen für Kolleginnen und Kollegen. Unsere liebe Kathrin, Silke und Suse haben privat Kreativität und handwerkliches Geschick bewiesen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto – es entstanden mehr als 75 Behelfsmasken in unterschiedlichsten Formen und schicken Ausführungen, da blieben keine Wünsche offen und es gab passende farbliche Behelfsmasken zu fast jedem Outfit. Wir sagen ein ganz herzliches DANKE SCHÖN an die lieben Kolleginnen für diese tolle Idee. Somit kann jeder seine Einkäufe und sonstigen Erledigungen nach den geltenden Vorschriften erledigen und sieht dabei auch noch schick aus.

Ihr travelbasys-Team