Der Touristische Vertriebsklima Index Mai 2020

Ein Beitrag von Dr. Fried und Partner

Trotz erster Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist die derzeitige Stimmung im Reisevertrieb nach wie vor sehr negativ. Wie auch in den letzten beiden Monaten befindet sich der Vertriebsklima-Index noch immer im Allzeittief. Dr. Fried & Partner erfasst seit 2005 monatlich die Stimmung am Counter.

Aktuelle Lage

So bewertet auch in diesem Monat keiner der Befragten die aktuelle Lage beim Vertrieb von Reiseleistungen als gut. Mit 99,2% empfinden nahezu alle befragten Reisebüros die aktuelle Geschäftslage als schlecht. Somit herrscht keine große Veränderung zum April 2020, in dem 100% der Reisebüros die Lage als schlecht eingeschätzt haben. Lediglich 0,8% der Befragten bewerten die aktuelle Lage als befriedigend. Diese Zahl lag im Vormonat bei 0,0%.

Der Vertrieb von Reiseleistungen ist in den letzten 2-3 Monaten im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Im Mai zeigt sich nun, dass bei 98,4% der teilnehmenden Reisebüros der Verkauf von Reiseleistungen gesunken ist. Im Vormonat lag dieser Wert bei 95,0%. Bei keinem der befragten Reisebüros ist der Verkauf von Reiseleistungen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies war bereits im vergangenen Monat der Fall. 1,6% der Umfrageteilnehmer bewerten die Verkäufe in den letzten 2-3 Monaten im Vergleich zum Vorjahr als unverändert (Vormonat 5,0%).

Die weiter anhaltenden Reiseeinschränkungen aufgrund von Grenzschließungen, Reisewarnungen und Kontaktbeschränkungen führen weiterhin zu massiven Umsatzeinbußen beim Vertrieb von Reiseleistungen.

Zukünftige Lage

Hinsichtlich der künftigen Lage ist der Optimismus unter den befragten Reisebüros weiterhin stark gedämpft. Gerade einmal 1,6% der Befragten erwartet eine steigende Nachfrage nach Reiseleistungen in den nächsten 6 Monaten. Im April lag das Ergebnis bei 0,8%. Ebenfalls 1,6% der Teilnehmenden rechnen mit einer unveränderten zukünftigen Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr. Auch diese Zahl lag im April bei 0,8%. Somit gehen nahezu alle Befragten (96,9%) davon aus, dass sich die Nachfrage in den nächsten 6 Monaten im Vergleich zum Vorjahr verringern wird. Dieser Wert lag im Vormonat bei 98,3%.

Hinsichtlich der künftigen Ertragssituation vermuten 0,8% der Befragten eine Verbesserung (0,0% im Vormonat). 0,0% der teilnehmenden Reisebüros rechnen damit, dass sich die Ertragssituation in den nächsten 6 Monaten nicht verändern wird. Im April teilten diese Ansicht 0,8%. Weiterhin gehen nahezu alle Befragten (99,2%) davon aus, dass sich die Ertragssituation in den nächsten 6 Monaten verschlechtern wird. Diese Einschätzung hat sich im Vergleich zum Vormonat nicht verändert.

Trotz erster Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus stehen die Reisebüros der zukünftigen Lage somit weiterhin pessimistisch gegenüber.

Zusammenfassung

Die Tourismusbranche befindet sich in Folge der Pandemie noch immer nahezu im Stillstand. Ob und wann der Tourismus durch die Corona-Lockerungen wieder ins Rollen kommt, ist noch fraglich. So sind die Unsicherheiten im Hinblick auf die Zukunft weiterhin vorherrschend.

Im Mai 2020 nahmen 127 Reisebüros an der Befragung teil (Vormonat 120).

Sie sind im Reisebüro tätig? Dann möchten wir Sie gerne dazu gewinnen, die aktuelle Stimmung im Vertrieb mit zu bewerten. Hier können Sie sich für die Teilnahme am Touristischen Vertriebsklimaindex registrieren.

Fly & Help baut mit Spende von travelbasys

Ondangwa/Onayena

Bau von drei Klassenräumen inkl. Möbel, Hostel mit Betten, Küche/Speiseraum, Sanitärtrakt

Hintergrund:

Namibia besteht zum großen Teil aus Farmflächen und Naturparks. Es ist daher nicht ganz einfach, flächendeckend für genügend Schulen zu sorgen. Das Land kann diese Leistung nicht allein bringen und wird dabei unterstützt durch Hilfe von außen, unter anderem aus Deutschland.

Die Verpflegung und die Unterkunft der Kinder sind an den meisten öffentlichen Schulen die beiden größten Probleme. Die Schulbehörde zahlt nur eine Mahlzeit am Tag, es handelt sich dabei nur um pures Maismehl, das mit Wasser angerührt wird. Diese „Lebensmittelzuteilung“ ist für die Kinder nicht ausreichend. Ein vernünftiger Lernprozess ist bei dieser Versorgung unmöglich. Abgesehen von dem Hungergefühl wären die Kinder damit eindeutig mangelernährt, was die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder stark beeinträchtigt. Voraussetzung dafür, dass eine Vollversorgung mit Lebensmitteln, also 3 Mahlzeiten am Tag mit besserer Kost vom Staat bezahlt wird, ist, dass die Schulen über ein Hostel mit Sanitärtrakt, eine Küche mit Speisesaal und Betreuerunterkünfte verfügen.

Die meisten Kinder schlafen auch in der Nähe der Schule, weil die Fußwege dorthin so lang sind. Solange keine zusätzlichen Schlafräume geschaffen werden können, müssen die Kinder auf dem nackten Erdboden schlafen, zugedeckt mit Lumpen. Das bedeutet, sie sind im Sommer sämtlichen Gefahren ausgesetzt sind, wie Schlangen, Skorpionen und Ungeziefer. Während der Regenzeit werden sie nass. Die Welt, die den Kindern vertraut ist, ist sandig und trocken. Die Hitze flimmert, es gibt kaum Wasser. Die Eltern haben Angst, ihren Nachwuchs allein auf stundenlange Fußmärsche zur nächsten Schule zu schicken, zu Recht. So bleiben viele Kinder der Schule fern.

Der Ort Onayena liegt ca. 30 Kilometer östlich von Ondangwa im Norden von Namibia.

Aufgrund bisher fehlender schulischer Infrastruktur soll im Ort Onayewa in der Nähe von Ondangwa eine Vorschule mit einem Hostel errichtet werden, um speziell auch Waisen und schutzbedürftigen Kindern, die aus unterschiedlichsten Gründen von ihren Eltern oder Verwandten ausgesetzt wurden, ein Obdach und Bildung zu bieten. Es sollen Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren aufgenommen werden.

Projektmaßnahmen:

Im Rahmen des Projekts wird folgendes errichtet und angeschafft:

  • drei Klassenräumen inkl. Schulmöbeln
  • Schlafräume inkl. 20 Doppelstock-Betten und Spinden
  • Sanitärtrakt mit Duschen und Toiletten
  • Küche mit Speisesaal

Travelbasys hat dieses Projekt unterstützt!

MUND-NASE-SCHUTZ – tolle Aktion für Kollegen!

Im travelbasys Büro in Mülheim gab es in der letzten Woche eine tolle Aktion. Von Kolleginnen für Kolleginnen und Kollegen. Unsere liebe Kathrin, Silke und Suse haben privat Kreativität und handwerkliches Geschick bewiesen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto – es entstanden mehr als 75 Behelfsmasken in unterschiedlichsten Formen und schicken Ausführungen, da blieben keine Wünsche offen und es gab passende farbliche Behelfsmasken zu fast jedem Outfit. Wir sagen ein ganz herzliches DANKE SCHÖN an die lieben Kolleginnen für diese tolle Idee. Somit kann jeder seine Einkäufe und sonstigen Erledigungen nach den geltenden Vorschriften erledigen und sieht dabei auch noch schick aus.

Ihr travelbasys-Team

Wir brauchen politische Entscheidungen

Lt. dem seit 2005 erstellten touristischen Vetriebsklima Index der Reisebüros war die Lage des Vertriebs noch nie so schlecht. Dies zeigt der aktuelle Spiegel, welcher in der letzten Woche durch Dr. Fried und Partner veröffentlicht wurde. Dann sehen die Zukunftsaussichten nicht gut aus.

Die aktuelle Situation und auch die Perspektive der Touristik ist unsicher. Die verlorenen Umsätze lassen sich nicht aufholen, wie dies in anderen Branchen der Fall ist. Auch haben wir touristischen Unternehmen nicht nur keine Einnahmen in den letzten Wochen seit dem Lockdown, sondern mussten auch die Arbeit und die Buchungen der letzten 4-5 Monate rückabwickeln. Dies gilt für Vertrieb, Veranstalter und die damit verbundenen Systemanbieter. Darum beteiligt sich travelbasys an verschiedenen Initiativen, um die Politik auf die katastrophale Lage der Branche aufmerksam zu machen. Wir wünschen uns viele Mitstreiter. Diese Branche ist mehr betroffen als viele andere und eine Erholung ist ein sehr langer Weg. Da der gesamte Tourismus ca. 4 % des Brutto-Inlandsproduktes ausmacht und daran ca. 3 Mio Arbeitsplätze allein in Deutschland hängen und die Branche sehr stark von Mittelstand lebt. Außerdem gibt es einen Strahl-Effekt in den Handel und das Handwerk, welcher noch einmal ca. 1,25 Mio Arbeitsplätze ausmacht.

Es gibt hierzu eine Studie, welche bereits 4 Jahre alt ist, aber ein sehr gutes Bild der Branche abgibt. Diese auf der Seite des BMWi auch zum Download bereit. Hier der Link dazu:

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Tourismus/wirtschaftsfaktor-tourismus-in-deutschland-lang.pdf?__blob=publicationFile&v=18

Helfen Sie uns diese wichtige und interessante Branche zu erhalten und wieder aufzubauen.

Ihr travelbasys-Team

Gute Anregungen durch Dr. Fried und Partner

Die aktuelle Situatuion in der Welt hat einen extremen Einfluss auf unser berufliches und soziales Umfeld. Wir möchten alle dazu beitragen, dass die Kontakte im privaten wie auch im beruflichen Umfeld, nicht abreissen. Dazu nutzen wir neue Mitteln und Techniken. Dies hilft uns dabei, unsere Kunden weiter zu unterstützen und ihnen zur Seite zu stehen.

Die in der Touristik bekannte Unternehmensberatung Dr. Fried und Partner hat sich ein paar Gedanken gemacht, was wir tun können, wenn wir unsere Kunden nicht mehr persönlich besuchen können. Dabei sind ein paar gute Tipps, welche wir gerne heute mit Ihnen teilen möchten.